Luftaufnahme der Grabkapelle auf dem Württemberg

Zum Gedenken an eine bemerkenswerte Frau

Die Grabkapelle

Auf dem Württemberg steht die tempelartige Grabkapelle für Königin Katharina von Württemberg – ein krönender Abschluss für diesen landesgeschichtlich bedeutenden Berg. König Wilhelm I. und sein Architekt Salucci entwickelten einen klassizistischen Bau voller Anmut und Schönheit.

Entwurf im Neogotischen Stil von J. Thürmer

Neogotischer Plan für die Grabkapelle.

Wettbewerb um das Denkmal der Liebe

Nach dem Tod Katharinas ließ König Wilhelm I. die Stammburg der Württemberger abtragen, um an dieser Stelle die Grabkapelle für seine geliebte Frau zu errichten. Über deren Gestaltung sollte ein Wettbewerb entscheiden. Wilhelm favorisierte anfänglich einen Bau im neogotischen Stil und forderte entsprechende Pläne von prominenten Architekten wie Leo von Klenze und Joseph Türmer. Der Hofbaumeister Giovanni Battista Salucci reichte seinen klassizistischen Entwurf unaufgefordert ein – und erhielt den Auftrag.

Luftaufnahme der Grabkapelle auf dem Württemberg mit Priesterhaus

Das Priesterhaus dient heute als Verwalterwohnung.

Das Priesterhaus

Unterhalb der Grabkapelle befindet sich ein Haus, das gleichzeitig mit der Kapelle entstand, das sogenannte Priesterhaus. Es wurde vom Architekten der Grabkapelle, Giovanni Salucci, gebaut. Das Wohnhaus war für einen griechischen Geistlichen und zwei Sänger bestimmt, die in der Grabkapelle Gedenkgottesdienste für die verstorbene Königin abhielten. Das Gebäude ist ein schlichter klassizistischer Bau. Anders als bei der Grabkapelle wurde bei dem Priesterhaus auf reichen Bauschmuck und Inschriften verzichtet.

Fünf Schlösser in der Umgebung

In der Umgebung der Grabkapelle stehen zahlreiche fürstliche Bauten. Schon seit dem frühen 14. Jahrhundert ließen die Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg in und um Stuttgart ihre Residenzen und Lustschlösser errichten. So entstanden innerhalb des Talkessels das Alte Schloss und das Neue Schloss. In der weiteren Umgebung wurden Schloss Solitude mit seiner Verbindung zum Ludwigsburger Residenzschloss, Schloss Hohenheim als Landsitz sowie Schloss Rosenstein und die Wilhelma gebaut.

Luftaufnahme der Grabkapelle auf dem Württemberg

Die Grabkapelle in malerischer Umgebung.

Beliebtes Ausflugsziel

Die Grabkapelle auf dem 411 Meter hohen Württemberg gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stuttgarter. Sie liegt oberhalb des Neckartals und bietet einen herrlichen Blick auf die Landeshauptstadt. Zudem ist sie weithin sichtbar – von Schloss Rosenstein und der Wilhelma gibt es sogar direkte Blickachsen. Die idyllische Lage der Grabkapelle inmitten von sonnigen Weinbergen macht einen weiteren Reiz dieses Kleinods aus.

Führungen für Kinder und Erwachsene ermöglichen einen gemeinsamen Ausflug in die württembergische Geschichte. Außerdem gibt es für die kleinen Besucher ein Kinderheft: Hier führt Kirchenmaus Amalie auf 18 Seiten durch die Grabkapelle – Rätsel lösen und Basteln inklusive. 

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