Denkmal ewiger Liebe

Grabkapelle auf dem Württemberg

Mittelalter weicht Klassizismus

Stilgeschichte

Die Stammburg des Hauses Württemberg thronte seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert auf der Bergkuppe oberhalb des Neckartales. 1819 wurde sie für den Neubau der Grabkapelle vollständig abgetragen und wich dem eleganten klassizistischen Grabmal für Königin Katharina.

Weihestein der ehemaligen Burgkapelle der württembergischen Stammburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Einziges Überbleibsel der Burg: der Weihestein.

Mittelalter

Die Grabkapelle steht an einer historisch bedeutsamen Stelle – dem Ort der Stammburg der Württemberger. Einziges Überbleibsel der Burg ist der Weihestein der Burgkapelle. Laut Inschrift wurde diese 1083 geweiht. Sie ist damit das älteste Zeugnis des Hauses Württemberg. Die Burg wurde 1311 zerstört und kurz darauf wieder aufgebaut. Kurz vor ihrem Abriss bestand sie aus Wall und Graben, einem dreifachen Mauerring, dem Palas zum Wohnen sowie weiteren Wirtschafts- und Nebengebäuden.

Außenansicht der Grabkapelle auf dem Württemberg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Der Bau orientiert sich an antiken Vorbildern.

Klassizismus

Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist ein herausragendes Beispiel klassizistischer Baukunst. Antike Bauten wie das römische Pantheon oder Renaissance-Bauten wie Andrea Palladios Villa Rotonda in Vicenza dienten dem Architekten als Vorbilder. Wie ein Tempel ist die Grabkapelle mit antiken Elementen ausgestattet: Dazu gehören ionische und korinthische Säulen und Pfeiler, eine kassettierte Kuppel und antikisierendes Gebälk. Auch die gusseisernen Dreifüße und Opferschalen im Außenbereich sind antiken Vorbildern nachempfunden.

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