Denkmal ewiger Liebe

Grabkapelle auf dem Württemberg

Zum Gedenken an eine bemerkenswerte Frau

Die Grabkapelle

Auf dem Württemberg steht die tempelartige Grabkapelle für Königin Katharina von Württemberg – ein krönender Abschluss für diesen landesgeschichtlich bedeutenden Berg. König Wilhelm I. und sein Architekt Salucci entwickelten einen klassizistischen Bau voller Anmut und Schönheit.

Wettbewerb um das Denkmal der Liebe

Nach dem Tod Katharinas ließ König Wilhelm I. die Stammburg der Württemberger abtragen, um an dieser Stelle die Grabkapelle für seine geliebte Frau zu errichten. Über deren Gestaltung sollte ein Wettbewerb entscheiden. Wilhelm favorisierte anfänglich einen Bau im neogotischen Stil und forderte entsprechende Pläne von prominenten Architekten wie Leo von Klenze und Joseph Türmer. Der Hofbaumeister Giovanni Battista Salucci reichte seinen klassizistischen Entwurf unaufgefordert ein – und erhielt den Auftrag.

Grabkapelle auf dem Württemberg, Priesterhaus;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Das Priesterhaus fungiert seit 2017 als Besucherzentrum.

Das Priester-und das Psalmistenhaus

Unterhalb der Grabkapelle befinden sich zwei Gebäude, die gleichzeitig mit der Kapelle entstanden, das sogenannte Priesterhaus und das Psalmistenhaus. Sie wurden vom Architekten der Grabkapelle, Giovanni Salucci, gebaut. Das Priesterhaus war für einen Geistlichen bestimmt und im Psalmistenhaus nebenan wohnten zwei Sänger. Sie waren von König Wilhelm I. dazu verpflichtet, täglich in der Grabkapelle für die verstorbene Königin zu beten und zu singen. Die Gebäude sind schlichte klassizistische Bauten. Anders als bei der Grabkapelle wurde bei ihnen auf reichen Bauschmuck und Inschriften verzichtet.

Viele Schlösser in der Umgebung

In der Umgebung der Grabkapelle stehen zahlreiche fürstliche Bauten. Schon seit dem frühen 14. Jahrhundert ließen die Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg in und um Stuttgart ihre Residenzen und Lustschlösser errichten. So entstanden innerhalb des Talkessels das Alte Schloss und das Neue Schloss. In der weiteren Umgebung wurden Schloss Solitude mit seiner Verbindung zum Ludwigsburger Residenzschloss, Schloss Hohenheim als Landsitz sowie das Landschloss Weil bei Esslingen, Schloss Rosenstein und die Wilhelma gebaut.

Grabkapelle auf dem Württemberg, Besucher auf dem Württemberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler

Besucher auf dem Württemberg.

Beliebtes Ausflugsziel

Die Grabkapelle auf dem 411 Meter hohen Württemberg gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stuttgarter. Sie liegt oberhalb des Neckartals und bietet einen herrlichen Blick auf die Landeshauptstadt. Zudem ist sie weithin sichtbar – von Schloss Rosenstein und der Wilhelma gibt es sogar direkte Blickachsen. Die idyllische Lage der Grabkapelle inmitten von sonnigen Weinbergen macht einen weiteren Reiz dieses Kleinods aus.

TIPP

Führungen für Kinder und Erwachsene ermöglichen einen gemeinsamen Ausflug in die württembergische Geschichte. Außerdem gibt es für die kleinen Besucher ein Kinderheft: Hier führt Kirchenmaus Amalie auf 18 Seiten durch die Grabkapelle – Rätsel lösen und Basteln inklusive. 

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