Denkmal ewiger Liebe

Grabkapelle auf dem Württemberg

Das Priesterhaus auf dem Württemberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl
STÄNDIG PRÄSENT

Das Priester- und das

Psalmistenhaus

1821 entwarf Giovanni Salucci im Auftrag von König Wilhelm I. das Priester- und das Psalmistenhaus. Bestimmt waren die Gebäude unterhalb der Grabkapelle für den Geistlichen mit seiner Familie und für zwei Sänger, die stets für das Seelenheil der verstorbenen Königin Katharina beten sollten.

Königin Katharina von Württemberg - Gemälde um 1816 von Stirnbrand; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Priester und Sänger beteten für ihr Seelenheil: Königin Katharina.

BETEN FÜR DAS SEELENHEIL

Der russisch-orthodoxe Geistliche und die beiden Sänger wurden von König Wilhelm I. dazu verpflichtet, täglich in der Grabkapelle zu beten und zu singen. Durch die vergitterte Öffnung im Kapellenboden konnten die Fürbitten direkt an die Grabstätte der 1819 verstorbenen Katharina von Württemberg dringen. Nach orthodoxem Glauben, dem die Königin angehörte, fällt die Entscheidung zwischen ewiger Seligkeit oder endgültiger Qual erst am Tag des Jüngsten Gerichts. Die Gebete und Gesänge der Geistlichen sollten bis dahin Katharinas Seele begleiten.

Das Psalmistenhaus unterhalb der Grabkapelle; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Das Psalmistenhaus ist ein schlichter Funktionsbau.

ZURÜCKHALTEND: DIE WOHNHÄUSER

Damit Priester und Sänger stets für Katharinas Seelenheil sorgen konnten, ließ der König für sie zwei Wohnhäuser unterhalb der Kapelle bauen. Durch Verzicht auf ornamentalen Bauschmuck unterstreicht das Wohnensemble den architektonischen Rang der Grabkapelle. Das Wohnhaus des Priesters erinnert an eine toskanische Villa und besticht durch eine einfache und ruhige Gestaltung. Auch das Wohnhaus der Sänger ist einfach gehalten. Dennoch bilden Saluccis Grabkapelle und die Wohnhäuser eine durchdachte Einheit.

Einrichtung eines Besucherzentrums

Noch bis 1895 nutzten orthodoxe Geistliche das Priesterhaus, danach fungierte es als Wohnung für die Verwalter der Grabkapelle. 2015 bis 2016 wurde das Priesterhaus nach den historischen Plänen Saluccis restauriert und als Besucherzentrum eingerichtet. Auch das Haus der Sänger kann heute von außen bestaunt werden. Mit der Öffnung des Priesterhauses kann nun das ursprünglich von Salucci geplante Gesamtkonzept der Grabkapelle und ihrer Funktionsbauten wieder authentisch vermittelt werden.

Fo­y­er des Besucherzentrums im Pristerhaus an der Grabkapelle; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl
Das Prieseterhaus als Besucherzentrum; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Das Priesterhaus fungiert seit 2017 als Besucherzentrum der Grabkapelle auf dem Württemberg.

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